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Dem Bau einer Werkstraße ein Stück näher

KOLLWEILER: Innenminister stellt Teilfinanzierung über Konversionsmittel in Aussicht
Die Gemeinde Kollweiler ist dem Bau einer dauerhaften Werkstraße, über die der Schwerlastverkehr von und zu den Gruben in Jettenbach auch nach Ende des Air-Base-Ausbaus rollen könnte, ein Stück näher gekommen: Innenminister Karl Peter Bruch stellte am Dienstag bei seinem Besuch in der Gemeinde eine Teilfinanzierung der „Umgehungsstrecke" durch Konversionsmittel in Aussicht.

Wie berichtet, hat der 450 Einwohner zählende Ort unter starkem Lasterverkehr von der Air Base Ramstein zu den Gruben der Basalt AG in Jettenbach zu leiden. In Spitzenzeiten rollen täglich von früh bis spät hunderte von Sandkippern durch die enge Hauptstraße. Immer wieder wurde daher in den vergangenen Monaten der Ruf nach einer Umgehungsstraße laut.

Als Alternative zu einer Ortsumgehung, für die es derzeit keine Chance gebe, stellte Bürgermeister Anton Jung am Dienstag im Beisein des Ministers eine Lösung vor, die sowohl Kollweiler als auch Jettenbach dauerhaft entlasten könnte: Von der L 370 bei Jettenbach (gegenüber der Ausfahrt der Basalt AG) könne eine so genannte Werksstraße bis zur L 369 bei Kollweiler gebaut werden, die von den Kippern im Begegnungsverkehr befahren werden könnte. Die 4,5 Kilometer lange und 6,5 Meter breite Trasse verläuft laut Entwurf teilweise auf vorhandenen Wirtschaftswegen, teilweise am Rand von Feldern und schließt den bereits in Betrieb genommenen Kollweilerer Bypass mit ein. „Die jetzt gefahrene Route über Kollweiler und Rothselberg nach Jettenbach ist 6,7 Kilometer lang. Außerdem müssen Steigungen überwunden werden", stellte Jung die wirtschaftlichen Vorteile für die Zulieferer heraus.

Bernd Ginkel, Ortsbürgermeister von Jettenbach , wies darauf hin, dass das hohe Lkw-Aufkommen mit Fertigstellung des Flugplatzes nicht zu Ende sei, denn die Basalt AG habe 2003 mit der Gemeinde einen Pachtvertrag über weitere 30 Jahre Abbau geschlossen. „Wir rechnen also auch in Zukunft mit einer erklecklichen Belastung", so der Lauterer Landrat Rolf Künne. Daher müsse eine dauerhafte Lösung angestrebt werden. Das Problem seien die Kosten, die Richard Lutz, Chef des Landesbetriebs Straßen und Verkehr in Kaiserslautern, je nach Art des Ausbaus auf 1,7 bis 2,5 Millionen Euro bezifferte. Er gab zu bedenken, dass ein regulärer Ausbau als öffentliche Straße aufgrund des „riesigen Planungsaufwands" Jahre dauern würde.

„Wir müssen auf eine niedrigere Ebene kommen, sonst verhandeln noch unsere Enkel", betonte auch der Innenminister, der aus Zeitgründen eine kommunale Trägerschaft des Projekts anregte. „Der Ausbau ist sinnvoll. Daher sind wir bereit, über Konversitionsmittel einen Teil der Kosten zu übernehmen", sicherte Bruch zu. Der Ausbau müsse allerdings realisiert werden, solange auf der Air Base noch gebaut werde. Daher gelte es nun, möglichst rasch die Beschlüsse in den Gemeinderäten zu fassen.

Die Räte würden in den nächsten Wochen über den Ausbau entscheiden, kündigten der Jettenbacher Ortschef Ginkel und Harmut Schmitt, Ortsbürgermeister von Kollweiler, an. Parallel dazu solle mit den Grundbesitzern verhandelt werden: Sie werden Teile ihrer Felder für den Bau der Trasse abtreten müssen. „Der Landesbetrieb Straßen und Verkehr besitzt aber selbst ein Grundstück in diesem Bereich, so dass wir Land tauschen können", sagte Schmitt. (oef)

FRIESSB / FRIESSB
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Westricher Rundschau
Datum: Nr.125
Datum: Donnerstag, den 02. Juni 2005
Seite: Nr.17
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eingestellt : 02.06.2005

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