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Sechs Wochen lang noch mehr Laster RAMSTEIN-MIESENBACH: Südrampe auf der Air Base wird betoniert - Transporte auch samstags

Am kommenden Montag beginnen auf der Air Base Ramstein die abschließenden Betonierarbeiten für die Rampe 5. Das hat Gregor Schulte, Landeskoordinator für die Verlegung der US-Base Rhein-Main nach Ramstein und Spangdahlem, mitgeteilt. Damit einher gehen verstärkte Lkw-Transporte nach Ramstein. Somit müssen die Einwohner der Gemeinden Jettenbach und Kollweiler mit weiteren Belastungen rechnen.

Die Rampe 5 hat laut Schulte eine Fläche von rund 150.000 Quadratmetern und ist mit einem Bauvolumen von rund 37 Millionen (davon ein Drittel Nato- und US-Anteil) eines der Schlüsselprojekte beim Ausbau der Air Base Ramstein.

Die Rampe muss als zentrale Abstell- und Verladefläche für die Großraumflugzeuge, die ab Herbst auf der inzwischen weitgehend fertig gestellten Südbahn starten und landen werden, voll nutzbar und belastbar sein. Deshalb stünden die Arbeiten unter enormen Zeitdruck, so Schulte.

In den kommenden fünf Wochen werden nach seinen Angaben mehr als 50.000 Quadratmeter Beton auf der Rampe eingebaut. Transportiert werde „Zuschlagmaterial" wie Feinschotter und Sand. Auf den bisherigen Erfahrungen basierend habe man ein Transportkonzept erarbeitet, um Überlastungen von Ortsdurchfahrten zu vermeiden. Die Belästigung der Anwohner soll trotz allem so gering wie möglich gehalten werden.

Schulte: „Zur Entlastung trägt bei, dass ein Teil der Schüttgüter diesmal aus einem Abbauwerk bei Speyer über die Autobahn angeliefert wird." Gegenwärtig werden täglich rund 2000 Tonnen Material überwiegend aus dem Steinbruch Jettenbach innerhalb der Base auf Halde gefahren. Mit diesem Material will man Verarbeitungsspitzen ausgleichen und die Notwendigkeit von Lkw-Transporten in den Abendstunden verringern.

Belästigungen, zum Teil auch samstags, werden sich insbesondere vom 25. Juli bis 13. August nicht vermeiden lassen, schreibt Schulte. Zusätzlich werde mit Lkw-Verkehr auch zu anderen Baustellen zu rechnen sein, etwa auf der A6 bei Landstuhl und auf der L367 zwischen der Anschlussstelle Kaiserslautern-West und Siegelbach. Die Arbeitsgemeinschaft der Liefer- und der ausführenden Firmen bitte dafür um Verständnis.

Andererseits haben sich die beteiligten Lieferfirmen verpflichtet, die Fahrer zu besonders vorsichtiger und rücksichtsvoller Fahrweise anzuhalten. Dazu habe der Steinbruch Jettenbach seine Lieferfahrzeuge mit einer dreistelligen Nummer in der Windschutzscheibe gekennzeichnet. Die Fahrer sind verpflichtet, den als Baustraße vorübergehend ausgebauten Bypass vor Kollweiler in Richtung Air Base zu nutzen.

Die Verkehrsbehörden und die Polizei werden in der fraglichen Zeit verstärkt Verkehrskontrollen durchführen, um die Einhaltung der getroffenen Regelungen zu unterstützen, kündigt der Landeskoordinator an.

Wie berichtet, hatten im Juni die Gemeinden Kollweiler und Jettenbach die Grundlage für den Bau einer Entlastungsstraße gegeben. Kollweiler hatte einer kommunalen Trägerschaft zugestimmt, die Verbandsgemeindeverwaltung Weilerbach leitete die erforderlichen Schritte ein. Die Entlastungsstrecke soll als Werkstraße deklariert und so ausgebaut werden, dass sich Lastwagen begegnen können. Ende Mai wurde vom Innenministerium eine Teilfinanzierung der „Umgehungsstrecke" durch Konversionsmittel in Aussicht gestellt. An den Kosten der Strecke würden sich das Land, der Betreiber des Steinbruchs, die Basalt AG, sowie die Gemeinden Kollweiler und Jettenbach beteiligen.

Eine konkrete Zusage für einen Zuschuss für die Planungsleistungen liegt nach Auskunft der Verbandsgemeinde Weilerbach bislang noch nicht vor. Nach Auskunft von Anton Jung, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weilerbach, stehen auch noch weitere Gespräche mit der Basalt AG aus.

Die Lkw-Transporte vom Jettenbacher Steinbruch zur Air Base belasten vor allem die Gemeinden Jettenbach (Kreis Kusel) und Kollweiler. 2004 wurde ein Bypass westlich von Kollweiler in Richtung Jettenbach gebaut, so dass ein Einbahn-Entlastungsverkehr zumindest für Kollweiler möglich wurde. Der Bypass soll nun in nördlicher Richtung zum Steinbruch weitergeführt werden. Kollweiler, Rothselberg und Jettenbach könnten durch den Bau einer Straße gegenüber der Einfahrt zum Steinbruch auf dem Höhenzug entlang bis zur Gemarkung Kollweiler und von dort aus nördlich unterhalb des Jungenwaldes eine erhebliche Beruhigung der Ortsdurchfahrten erhalten. Gedacht ist an den Ausbau des bereits vorhandenen Feldweges auf Jettenbacher Gemarkung, entweder im Einbahnverkehr oder als Straße mit Ausweichbuchten. (dre)

DREWITC / DREWITC
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Pfälzische Volkszeitung
Datum: Nr.163
Datum: Samstag, den 16. Juli 2005
Seite: Nr.23
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eingestellt : 18.07.2005

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