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Familienbetrieb meistert Spagat zwischen Tradition und Moderne

JETTENBACH : Metzgerei Leonhardt steht seit 102 Jahren als Gütesiegel für Qualität und Frisches - Geschäft, Angebot und Leistungen stetig erweitert

Ein gutes Jahrhundert ist es her, da war ein kleines Räumchen bereits beliebter Anlaufpunkt. Gingen dort - in der in der Höhstraße, kurz vorm Ortsausgang in Richtung Kollweiler - Jettenbacher Bürgerinnen und Bürger ein und aus. Beim Verlassen des Lädchens bepackt mit wohlschmeckenden Dingen. „Büro" hat die Familie die Verkaufsstelle genannt.

Nun, das Räumchen erfüllte sieben Jahre ihren Zweck, geriet aber bald zu klein. Der Laden wanderte im Laufe der Jahrzehnte noch zweimal ein Stück weiter. Und nur einen Steinwurf von dem ursprünglichen alten Lädchen entfernt, findet sich heute ein hochmoderner Verkaufsraum. In dem es alles gibt, was das Herz - beziehungsweise der Magen - begehrt.

Vieles hat sich geändert - das eine, wesentliche jedoch nicht: Bis zum heutigen Tag erfreut sich die Metzgerei Leonhardt großer Beliebtheit. Nicht nur in Jettenbach , sondern weit darüber hinaus. Auch der Name ist geblieben. Denn das traditionsreiche Unternehmen ist vom ersten Tag an bis heute in den Händen derselben Familie. Fast genau hundert Jahre lang hatten nur drei Inhaber die Geschicke des Familienbetriebs bestimmt. Nun ist die vierte Generation am Zuge: Seit fünf Jahren führt Mark Leonhardt die Metzgerei. Und der neue Chef hat - wie seine Vorgänger - die Zeichen der Zeit erkannt.

Von 1903 datiert der Eintrag im „Register für Gewerbeanmeldungen". Ein gewisser Friedrich Leonhardt hatte damals in Jettenbach offiziell die Erlaubnis erhalten, Fleisch und Wurstwaren feilzubieten. Die Sache lohnte sich augenscheinlich. Denn bereits sieben Jahre später wurde ordentlich investiert. Leonhardt baute auf seinem Anwesen, nur wenige Meter von dem ursprünglichen Laden entfernt, eine neue Verkaufsstelle. Dies Geschäft war für damalige Verhältnisse topmodern. Gefliest bis an die Decke, genügte der Laden hygienischen Anforderungen, die damals noch gar nicht existierten. Bis ins Jahr 1985 erfüllt das Geschäft vollauf seinen Zweck.

Inzwischen hatte Friedrichs Sohn Karl die Metzgerei übernommen, den Betrieb von 1948 an geführt, bis er ihn 1975 wiederum seinem Sohn Ulrich vermachte. Weitere 27 Jahre lang war fortan Uli Leonhardt verantwortlich, bis dann 2002 mit dessen Sohn Mark der dritte direkte Nachkomme des Firmengründers das Ruder übernahm.

In all diesen Jahren hatte sich die Metzgerei Leonhardt stetig weiterentwickelt, immer wieder an- und umgebaut, investiert. Vor 20 Jahren entstand der heutige, wiederum hoch moderne Laden. In dem es nun seit einigen Wochen auch ein erweitertes Angebot gibt. Leonhardt hat seine Palette um eine Bäckerei- und Feinkostabteilung erweitert.

„Man muss immer am Ball bleiben", so die Philosophie des 39-jährigen Metzgermeisters, der sein Handwerk im Betrieb des Vaters gelernt, nach der Bundeswehrzeit in Frankfurt seinen Meisterbrief erworben hat. Die Zeichen und Erfordernisse der Zeit erkennend, hat die Metzgerei Leonhardt vor sechs Jahren auch einen Partyservice" in vollem Umfange zu bieten. Geschlachtet wird noch selbst, im eigenen modernen Schlachthaus. Dort betrieb Leonhardt zudem Lohn-Schlachterei, beispielsweise für die Werkstätten des CJD.

„Wir sind die letzte Raststätte vor der Autobahn", witzelt Mark Leonhardt mit Blick auf die zahlreichen Laster, die vom Jettenbacher Steinbruch her kommen - und deren Fahrer ebenfalls gerne bei der Metzgerei Station machen, um sich für ihren Arbeitstag zu stärken. Wie viele andere Durchreisende. Zudem erfreut sich das Geschäft einer immensen Stammkundschaft, nicht nur aus Jettenbach .

Uli Leonhardt hilft weiterhin fleißig mit im Betrieb, der nun auf seinen Sohn läuft. Daneben ist noch ein Geselle in der Metzgerei tätig. Marks Mutter Marianne ist immer im Laden zu finden, auch Oma Anne mischt wie stets nach Kräften mit. Mit Doris Haas und Hannelore Alles beschäftigt der Familienbetrieb zusätzlich zwei Verkäuferinnen. (cha)

HAMMC / HAMMC
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Westricher Rundschau
Datum: Nr.203
Datum: Donnerstag, den 01. September 2005
Seite: Nr.15
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eingestellt : 01.09.2005

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