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JETTENBACH: Protestantische Kirchengemeinde lauscht erster Lesung aus ihrer neuen Altarbibel

Gleich dreifach Grund, einen Festgottesdienst zu feiern, hatte die protestantische Kirchengemeinde Jettenbach am ersten Adventssonntag. Einmal, so Pfarrer Norman Roth, markiert der Advent den Beginn eines jeden neuen Kirchenjahres. Außerdem begeht die Jettenbacher Kirche heuer ihren 110. Geburtstag, und drittens wurde dort am Sonntag eine neue Altarbibel in Dienst genommen.

Schließlich war die bisherige Altarbibel inzwischen arg in die Jahre gekommen und in Wort- und Sprachgebrauch nicht mehr zeitgemäß. Jetzt hat das Architekturbüro Gläser aus Rockenhausen der Jettenbacher Kirchengemeinde eine neue Altarbibel mit der zurzeit aktuellsten Übersetzung der alten Luthertexte gespendet. Zudem zeichnet das neue Buch ein lesbareres Schriftbild aus.

Am Sonntag nun wurde die neue Bibel ihrer Bestimmung übergeben - der Weitergabe von Gottes Wort nämlich. Die erste Schriftlesung oblag Julia Roth, der Ehefrau des Pfarrers.

Dann stellte der Presbyter Walter Hamm einige Schlaglichter aus 110 Jahren Jettenbacher Kirchengeschichte vor. Nicht zuletzt erinnerte er dabei an die großen Feierlichkeiten aus Anlass des 100. Geburtstages vor zehn Jahren.

Am 31. Oktober 1892, so Hamm, hatte das damalige Presbyterium beschlossen, eine neue, große Kirche für Jettenbach zu bauen. Die alte Kirche, die damals dort stand, wo nun die heutige zu finden ist, war baufällig, stark renovierungsbedürftig und viel zu klein für die Ortsgemeinde. Im Frühjahr 1895 begann der Bau, ehe am 9. Juni 1895 der Grundstein gelegt wurde. Nur eineinhalb Jahre später, am 22. November 1896, wurde das neue Gotteshaus eingeweiht, dessen Bau exakt 66.039,33 Mark kostete. Damals, so erzählte jetzt Walter Hamm, waren mehr Gäste als Sitzplätze in der Kirche. 1956 erfuhr die Kirche ihre erste große Renovierung. Undichte Dachgauben wurden entfernt und die Holzquerbalken im Inneren der Kirche mit Eisenträgern verstärkt.

Dach und Turm wurden mit Schiefer eingedeckt und der 45 Meter hohe Kirchturm um einen zweieinhalb Meter hohen Holzaufbau verkürzt.

Das große runde Fenster im Altarraum, so erläuterte Hamm weiter, ist eine Spende von Philipp Kunz - eines Jettenbachers, der nach Amerika ausgewandert ist. Auch die vier großen Seitenfenster waren der Gemeinde vor 110 Jahren gestiftet worden. Die beiden äußeren hatten der Gesang- und der Konsumverein geschenkt, während die mittleren von Jakob und Ludwig Leonhardt finanziert wurden. Ihre Glasbilder zeigen bedeutende Kirchenmänner.

Auch die Glocken haben ihre eigene Geschichte, die natürlich nachhaltig von den beiden großen Kriegen des 20. Jahrhunderts geprägt ist. Seit Juni 1951 gibt es zwei große Glocken, deren Anschaffung auch durch Spenden von Amerikanern unterstützt wurde. Die große Walcker-Orgel mit den 1149 Orgelpfeifen wurde seinerzeit beim Bau der Kirche für 6000 Mark eingebaut und dann 1980 für 80.000 Mark renoviert.

Mit herrlichen musikalischen und gesanglichen Beiträgen untermalten der Gesangverein Jettenbach mit seinem Leiter Walter Leonhardt, der Musikverein mit dem Dirigenten Jörg Strauß sowie der Organist Winfried Schöfer den Festgottesdienst. (asi)

MEYERC / MEYERC
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Westricher Rundschau
Datum: Nr.282
Datum: Dienstag, den 05. Dezember 2006
Seite: Nr.17
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eingestellt : 05.12.2006

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