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Trotz Heimwehs von Einsatz überzeugt

JETTENBACH/SCHÖNENBERG-KÜBELBERG: Offiziere der US-Luftwaffe träumen in Afrika von der Westpfalz

Gute zwei Monate sind sie schon weg von zu Hause, gute zwei Monate werden es noch sein und nur einer von ihnen bekommt Weihnachtsurlaub: Fünf Mitglieder der US-Luftwaffe, eigentlich in Ramstein stationiert, aber im ¸¸Kampf gegen den Terrorismus" in das Camp Lemonier nach Dschibuti am Horn von Afrika abgeordnet. Und während es zu Hause, soll heißen in der Westpfalz, schon geschneit hat, herrschen in Ostafrika noch immer Tagestemperaturen von bis zu 40 Grad Celsius.

¸¸Ich vermisse meine Familie sehr, aber das, was wir hier machen, ist notwendig", sagt A.J. Stewart. Seit einem Jahr leben er und seine Angehörigen in Deutschland. In Dschibuti hat der 45-Jährige dafür zu sorgen, dass der Flugbetrieb klappt, wann immer die internationale ¸¸Task Force 150" im Einsatz ist. Also auch dann, wenn es um humanitäre Einsätze geht: Wenn ein Team unterwegs ist, um Viehherden medizinisch zu betreuen und den Einheimischen damit eine bessere Existenzgrundlage zu ermöglichen. Nicht nur in Dschibuti, sondern in der ganzen Region, wozu Somalia, Äthiopien, Eritrea und Jemen gehören.

¸¸Als ich das erste Mal in Dschibuti-Stadt war, habe ich gesehen, wie schön es hier einmal gewesen sein muss. Und jetzt ist alles so furchtbar", erzählt Kip MacTaggert (26). Es sei ein gutes Gefühl, den bitterarmen Menschen helfen zu können. ¸¸Sie haben nichts von dem, was so viele andere haben." Auch damit werde dem Terrorismus vorgebeugt, ist er sich sicher. Solche Gedanken lindern sein Heimweh. ¸¸Ich wohne in Eulenbis, am höchsten Punkt", erzählt er und grinst. Seit zwei Jahren ist er in der Westpfalz und es gefällt ihm so gut, dass er unlängst um weitere 24 Monate verlängert hat.

Hingegen hat der 24-jährige Robert Sense, ebenso wie A.J. Stewart, Quartier auf der Ramsteiner Base bezogen. Sein Job in Afrika umfasst vor allem Computer-Technik in und außerhalb des Camps. Dabei arbeitet er seinem Chef, Captain Joshua Close (26) zu, der in Schönenberg-Kübelberg ein ¸¸zweites Zuhause" gefunden hat.

In den Kreis Kusel hat es sozusagen auch Robert Henshaw verschlagen, genau gesagt nach Jettenbach. Seit einem Jahr leben der 28-Jährige, seine Frau - ¸¸my Highschool-Sweetheart" - und die beiden Kinder dort, drei weitere Jahre liegen noch vor ihnen. Stolz zeigt der Familienmensch ein Bild von der ganzen ¸¸Truppe", Eltern und Bruder mit Familie eingeschlossen. Die Fernmeldetechnik ist sein Ressort, auch MacTaggert gehört zum Team.

Das Heimweh ist bei allen groß. Aber nicht nur A.J. Stewart ist überzeugt, dass der Auftrag einfach zu wichtig ist. Deshalb hat er sich auch freiwillig gemeldet. ¸¸Dschibuti ist natürlich ganz anders als Ramstein", meint er mit Blick auf die äußeren Umstände und mit Blick darauf, dass er und die anderen Soldaten den Einheimischen wirklich helfen können. Dass das in einem unwirtlichen Klima und unter Zeltlagerbedingungen geschehen muss, stört den 45-Jährigen nicht weiter. Es gebe schlimmere Stationierungsstandorte als das Camp Lemonier, weiß er aus Erfahrung.

Zum Interview mit der RHEINPFALZ waren alle fünf im Übrigen sofort bereit. Presseoffizier Phil Ulmer hatte den Termin in der ¸¸Cantina" des Camp Lemonier ¸¸arrangiert". Auch er ist normalerweise in Ramstein stationiert und derzeit am Horn von Afrika im Einsatz. (ahb) Politikseite 3

HERBERA / HERBERA
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Westricher Rundschau
Ausgabe: Nr.266
Datum: Montag, den 15. November 2004
Seite: Nr.15
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper


eingestellt : 15.11.2004

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