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Detlef Bojak ernannt zum Ehrenvorsitzenden

ESSWEILER: Ovationen für Polit-Urgestein

Nicht zu seinem 70. Geburtstag, den er im Sommer feiern wird und auch nicht in seinem Ortsverein in Jettenbach , sondern auf dem großen Unterbezirks-Parteitag im Kreise seiner Parteigenossen erhielt Detlef Bojak eine ganz besondere Auszeichnung. Er, der seit mehr als 40 Jahren Mitglied der SPD ist, auf Orts-, Verbandsgemeinde, Kreis- und Landesebene die Geschicke maßgeblich lenkte, erhielt aus den Händen von Michaela Conrad, der Geschäftsführerin des SPD-Unterbezirks Kusel, die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden.

Stehende Ovationen, lang anhaltender Beifall und Glückwünsche gab es für einen Mann, der stets mit viel Sachverstand und Menschlichkeit, auch mit Kritik, aber stets mit unermüdlichem Engagement seine Arbeit ausübte.

Detlef Bojak trat 1964 in die SPD ein, gründete im Juni 1964 den Ortsverein in Jettenbach , wurde dort gleich zum Vorsitzenden gewählt und war gleichzeitig verantwortlich für die Jusos. Seit 1964 bis heute ist er im Ortsgemeinderat, von 1971 bis 1974 und wieder von 1979 bis heute im Rat der Verbandsgemeinde. Am 10. März 1973 wurde Detlef Bojak zum Unterbezirksvorsitzenden gewählt und blieb dies nahezu 20 Jahre lang. Von 1969 bis heute ist Detlef Bojak auch im Kreistag tätig.

Am 18. Mai 1971 wurde er in den Landtag gewählt und behielt das Amt bis 1996, also 25 Jahre. Dort arbeitete er in verschiedenen Ausschüssen, als stellvertretender Fraktionsvorsitzender und zuletzt als Vizepräsident des Landtages. In seiner Amtszeit fanden rund 600 Plenarsitzungen statt, weniger als fünfmal fehlte der Mann aus Jettenbach , der zwischenzeitlich den Titel „König der kleinen Anfragen" erhielt. Als Parteimensch behielt Detlef Bojak stets den Überblick, sagt, das was er denkt, behält dabei immer das Wohlergehen der Menschen im Auge.

Beispielhaft, so Unterbezirksvorsitzender Jürgen Conrad, erfülle Detlef Bojak die sozialdemokratischen Ideale Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität mit Leben. Dafür erhielt Bojak eine weitere Auszeichnung, nämlich die Willy-Brandt-Medaille.

Der Geehrte schilderte in seiner Dankesrede kurz Stationen seines Lebens, vom Flüchtling aus Schlesien, der über das Lager in der Oberpfalz nach Jettenbach kam und dort ohne Vorurteile aufgenommen wurde. Früher, so Bojak, habe die SPD ein hohes Ansehen in der Bevölkerung gehabt. Heute, so warf er seinen Parteigenossen vor, kämpfe man nicht mehr, „uns sind die Ziele ausgegangen, es fehlen Sinnbotschaften". Abgeschnitten von der Jugend gehe die Anschlussfähigkeit an den gesellschaftlichen Wandel verloren. Damit gehe ebenso ein Stück Glaubwürdigkeit verloren, das müsse bei den Parteimitgliedern Alarm auslösen und durch glaubwürdige Personen wieder zurückgewonnen werden. Mehr Zeit müsse man aufbringen für gesellschaftliches Miteinander und die individuelle Hilfe. Armut und mangelhafte Bildung seien nach wie vor die zentralen Handlungsfelder der Sozialdemokratie. Zwar sei es zur Zeit unbequem, Sozialdemokrat zu sein, aber es habe trotzdem Zukunft.

Bojaks Dank galt schließlich auch seiner Ehefrau Hilde, die ihn in all den Jahren immer unterstützt habe. (asi)

SCHEIFB / SCHEIFB
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Westricher Rundschau
Datum: Nr.101
Datum: Montag, den 02. Mai 2005
Seite: Nr.14
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eingestellt : 03.05.2005

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